Förderprojekt 2015: Geboren. Und jetzt? Hilfe für die Kleinsten.

Die Schwangerschaft, die Geburt, die erste Lebensphase eines Kindes stellen hohe Anforderungen an alle Familien. In dieser Zeit werden entscheidende Weichen für eine gesunde Entwicklung der Kinder gestellt. Mütter und Väter sind heute mit dieser Aufgabe vielfach auf sich selbst gestellt, da Unterstützungssysteme wie Familie und nachbarschaftliche Gemeinschaft, die bei der Bewältigung von Krisen helfen können, häufig nicht vorhanden sind. Zusätzlich können Belastungen, wie Armut, Isolation, psychische Erkrankungen oder auch Besonderheiten, wie eine Behinderung des Kindes, die Eltern überfordern.

In Frankfurt am Main unterstützen daher Mitarbeiterinnen der „Frühen Hilfen“ (Hebammen, Kinderkrankenschwestern und Kinderärzte) des Gesundheitsamtes Eltern mit besonderem Beratungs- und Unterstützungsbedarf (z. B. minderjährige Mütter, psychisch erkrankte Mütter, Mütter mit Behinderungen, Familien mit sozialen und/oder wirtschaftlichen Belastungen) in der ersten Lebensphase ihrer Kinder. Ihr Auftrag ist es, die Eltern so früh wie möglich bei der Pflege und Versorgung ihrer Kinder zu unterstützen, um so den Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Das Präventionsangebot zielt darauf ab, Unsicherheiten zu überwinden, die Eltern zu stärken, ihnen wichtige Kenntnisse der Säuglingspflege, z.B. in Ernährungs- und Pflegefragen, zu vermitteln und ihnen, wenn nötig, weitere Hilfsangebote aufzuzeigen. Je früher Mütter und Väter bei Bedarf ein Unterstützungsangebot bekommen, umso besser starten die Kinder ins Leben.

 

Die Mitarbeiterinnen der „ Frühen Hilfen“ werden bei dieser wichtigen Aufgabe durch die Wilhelm und Auguste Viktoria-Stiftung unterstützt. Diese wurde im Jahr 1906 auf Anregung des damaligen Frankfurter Oberbürgermeisters Franz Adickes von wohlhabenden Bürgern Frankfurts gestiftet. Anlass für die Gründung der Stiftung war die Silberhochzeit des damaligen Kaiserpaares. Der Stiftungszweck war die Senkung der damals exorbitant hohen Säuglingssterblichkeit. Natürlich ist die Säuglingssterblichkeit seither, bedingt durch die Fortschritte der Kinderheilkunde, der Hygiene sowie nicht zuletzt der Qualität der industriell gefertigten Säuglingsnahrungen deutlich gesunken, und doch wird die Wilhelm und Auguste Viktoria-Stiftung weiterhin dringend benötigt.

 

Zuwendung, Schutz und die richtige Ausstattung sind heute wichtige Voraussetzungen für einen guten und gesunden Start ins Kinderleben. Hier unterstützt die Stiftung besonders beratungs- und unterstützungsbedürftige Familien durch die Ausgabe von oftmals lebenswichtigem Baby- und Kleinkind-Bedarf. In akuten Notsituationen der Familien versorgt die Stiftung die Familien oder alleinerziehende Mütter mit elementarsten Dingen, wie Babynahrung, Pflegematerialien, Kinderbetten, etc. Zusätzlich erhalten die Familien ein Starter-Sicherheitspaket, das sonst niemals den Weg in die Familien finden würde.

Wir, die Damen des Lions Clubs Frankfurt- Alte Oper, unterstützen in diesem Projekt die Arbeit der Wilhelm und Auguste Viktoria-Stiftung, indem durch unsere Spenden Materialien angeschafft werden, die für die Säuglingseinrichtung und Säuglingspflege unabdingbar, aber in den Familien nicht vorhanden, sind.

Kinder sind ein großes Glück, Freude, Zukunft. Sie sind aber auch eine große Verantwortung für alle Eltern und die Gesellschaft. Durch unsere Unterstützung von heute entlasten wir die Gesellschaft von morgen.