2016: Jugendliche in schweren seelischen Krisen

Jugendliche in schweren seelischen Krisen

Im jugendlichen Alter häufen sich oft seelische Krisen. Das liegt sowohl an gesellschaftlichen, familiären als auch an körperlichen Faktoren, einschließlich der schnellen Gehirnentwicklung in diesem Lebensalter. Diese Krisen stellen eine große Herausforderung für Eltern, Schulen, aber insbesondere für die Jugendlichen selbst dar. Nicht selten entwickeln sie Suizidgedanken oder begehen sogar Suizid, selbstverletzendes Verhalten steigt stark an, auch von schweren Essstörungen, Angst- und depressiven Störungen oder sogar  Psychosen ist immer wieder die Rede. Charakteristisch ist, dass der eigene seelische Zustand den Jugendlichen unerklärlich ist und sie darunter sehr leiden. Eine frühe und erfolgreiche Behandlung dieser Krisen ist enorm wichtig für eine gute Genesung und das Erreichen  einer alterstypischen Entwicklung, wie z.B. das Erlangen eines Schulabschlusses.

Die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Frankfurt am Main bietet zu jeder Tages- und Nachtzeit die Möglichkeit einer Krisenintervention für Jugendliche. Sie können akut auf die Kriseninterventionsstation aufgenommen werden und erhalten die notwendige psychotherapeutische und bei Bedarf auch medikamentöse Behandlung sowie die notwendige persönliche Unterstützung im Alltag. Ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Sozialarbeitern, Pflegekräften, Erziehern, Ergo- und Physiotherapeuten sowie einer Ernährungstherapeutin arbeitet hoch-professionell mit den schwerkranken Jugendlichen und ihren Familien, damit sie ihre Krise und/oder psychische Erkrankung gut bewältigen können.

Für die Behandlung ist auch die Umgebung der Station sehr wichtig. In einer freundlichen Atmosphäre fühlen sich Jugendliche in Krisen schneller wieder in der Lage, ihr eigenes Leben in den Griff zu bekommen.

Der „Frankfurter Verein zur Unterstützung von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen e.V.“ unterstützt die  Klinik  seit vielen Jahren und trägt wesentlich zur Verbesserung der therapeutischen Ausstattung der Klinik bei, insbesondere bei Maßnahmen, die durch die Krankenkassen nicht getragen werden, so z.B. ein jährliches Anti-Aggressionstraining.

Der Lions Club Frankfurt-Alte Oper Förderverein e.V., dem alle Damen des Lions Clubs Frankfurt-Alte Oper als Mitglieder angehören, unterstützt den "Frankfurter Verein zur Unterstützung von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen e.V." mit Spenden, damit das Anti-Aggressionstraining weitergeführt werden kann, Materialien für  Bewegungsangebote  und Ent-spannungsverfahren angeschafft werden können und die Kriseninterventionsstation durch von Patienten angebrachten Bildern und freundliche Möbel in einen ansprechenden Zufluchtsort verwandelt werden kann.

Unsere Gesellschaft muss sich dafür einsetzen, dass Jugendlichen in schweren Krisen geholfen wird und dass sie  ihr seelisches Gleichgewicht zurückgewinnen. Kein Jugendlicher darf abgeschoben oder sogar aufge-geben werden. Jeder einzelne hat eine Chance und Hilfe verdient, das sind wir besonders orientierungs- und hilflosen Jugendlichen schuldig... sie sind unsere Zukunft!